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Tagespiegel 30-09-2001
Tagespiegel 24-09-2001
Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
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Einweihung
des neuen Schul- und Wohnbereiches für hörsehbehinderte und taubblinde
Kinder im Oberlinhaus
Samstag, 29. September 2001, 11:00 Uhr |
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Der
neue Schul- und Wohnbereich für hörsehbehinderte und taubblinde Kinder
im Oberlinhaus Potsdam wird am Samstag, dem 29. September um 11.00 Uhr
eingeweiht. Künftig werden in Deutschlands ältester Taubblindeneinrichtung
30 Kinder mit Hör- und Sehschädigungen unterrichtet, 20 Kinder bekommen
ein neues Zuhause. In einem Jahr Bauzeit unter der Leitung des Architekturbüros
Brau-Feldweg aus Berlin, wurde der kriegbeschädigte Altbau komplett saniert
und behindertengerecht umgebaut.
Ergänzt wurde das 1912 gebaute Haus mit einem modernem Anbau für den Schulbereich. Die historische Fassade des Gebäudes blieb erhalten, die Räumlichkeiten wurden jedoch völlig neu gestaltet. Im Wohnbereich leben die Kinder in kleinen, familienähnlichen Gruppen. |
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Kleine
Unterrichtsräume ermöglichen die individuelle sonderpädagogische Förderung.
Durch die geschwungenen Wände auf den Fluren ergeben sich ganz neue, jeweils
unterschiedliche Raumstrukturen. Diese erleichtern den Kindern künftig
die Orientierung.
Anlässlich der Einweihung erhält das ehemalige Taubblindenheim den Namen 'Hertha-Schulz-Haus'. Als 10jähriges Mädchen kam Hertha Schulz 1887 ins Oberlinhaus. Als Folge eines Unfalls hatte sie ihr Augenlicht und Gehör verloren und war die erste Taubblinde, die in Deutschland in einer Einrichtung gefördert wurde. Das Bauvorhaben insgesamt hatte ein Auftragsvolumen von 6,5 Millionen DM. Der Wohnbereich für 20 taubblinde Kinder wurde mit öffentlichen Mitteln der Brandenburg (1,2 Mio DM) und Sachsen (450.000 DM) gefördert. Die verbleibenden Kosten von etwa 5 Millionen DM für den Schulbereich, muss der Oberlinverein aus eigener Kraft aufbringen. Dazu engagierten sich zahlreiche prominente Persönlichkeiten: unter ihnen Regisseur und Oscarpreisträger Volker Schlöndorff (Die Blechtrommel), Friede Springer, Ulla Klingbeil, Familie Jauch und Danièle Thoma. Mit ihrer Hilfe konnte das Oberlinhaus für dieses Projekt Spenden von mehr als 1,3 Millionen DM sammeln. Darüber hinaus unterstützen verschiedene Stiftungen das Projekt. Die RTL-Stiftung 'Wir helfen Kindern e.V.' beteiligte sich mit 100.000 DM. Zur Einweihung haben sich unter anderem Vertreter der Länder Brandenburg und Sachsen, sowie zahlreiche Förderer und Freunde des Oberlinhauses angesagt. Volker Schlöndorff wird gemeinsam mit den Gästen das Haus nach der Festveranstaltung, gegen 11:45 Uhr an die hörsehbehinderten und taubblinden Kinder übergeben. |
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30.09.2001 |
Nachrichten : Brandenburg
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Potsdamer Oberlinhaus Neue Räume im ältesten Heim für taubblinde Kinder Schul- und Wohnbereich mit Spenden und Fördergeldern gebaut Mehr Platz und schöne neue Räume für hörsehbehinderte und taubblinde Kinder: Im Potsdamer Oberlinhaus, Deutschlands ältester Taubblindeneinrichtung, weihte SPD-Bildungsminister Steffen Reiche gestern den neuen Wohn- und Schulbereich ein. Hier können künftig 30 Kinder unterrichtet werden, 20 Kinder bekamen ein neues Zuhause. Der kriegsbeschädigte Altbau von 1912 wurde komplett saniert, behindertengerecht umgebaut und durch einen Neubau ergänzt. Die Baukosten betragen insgesamt 6,5 Millionen Mark. Die etwa fünf Millionen Mark für den neuen Schulbereich musste der Oberlinverein aufbringen, in dem sich zahlreiche Persönlichkeiten engagieren, darunter Regisseur Volker Schlöndorff, Verlegerin Friede Springer, Ulla Klingbeil, Günter Jauch und Danièle Thoma. Mit deren Hilfe konnte das Oberlinhaus 1,3 Millionen Mark Spenden sammeln. Der neue Wohnbereich wurde vom Land Brandenburg mit 1,2 Millionen Mark und vom Land Sachsen mit 450 000 Mark gefördert. Zur Einweihung des Neubaus, der nach seiner ersten Bewohnerin "Hertha-Schulz-Haus" heißt, war Volker Schlöndorff persönlich gekommen, auch Ulla Klingbeil in Vertretung ihres Mannes Karsten Klingbeil. Der Bildhauer will für das Heim 32 Tierplastiken schaffen, an denen die Kinder die Tierwelt ertasten können. 2001 © Tagesspiegel Online Dienste Verlag GmbH |
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24.09.2001 |
Nachrichten : Berlin : Stadtleben
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Karitative Kürbisse Richtige Vermarktung ist alles. Da werden selbst Kürbisse zu Verkaufsschlagern, wie beim Erntedankfest im Spandauer Johannesstift zu sehen war, auf dem Ulla Klingbeil marktschreierische Qualitäten zeigte. Das alles für einen guten Zweck - der Erlös kommt dem Johannesstift zugute. Die Hilfe durch Kürbisverkauf - im Vorjahr floss das Geld in den Bau einer Therapieeinrichtung und einer Schule für mehrfach schwerstbehinderte Kinder - wird seit über 20 Jahren von Gerhard von Emden initiiert. Für Erntedank im Johannesstift züchtet der 73-jährige Chemiker aus Zehlendorf alljährlich Zierkürbisse in riesigen Mieten. Bei der Ernte hilft ihm der Freundeskreis. Nicht immer uneigennützig - vergangene Woche stand erstmals Katja Steffel für den guten Zweck (und den guten Eindruck im Wahlkampf für den Ehemann) im matschigen Boden einer Kürbismiete - fotowirksam, aber ernteuntauglich gekleidet. Ulla Klingbeil hat da mehr Erfahrung, auch mit Charity. Gestern brachte sie nicht nur die Zierkürbisse gekonnt unter die Leute, sondern auch Werbung für ihre Veranstaltungen im Miniaturmuseum im Europarc Dreilinden. Vor Schloss Sanssouci en miniature führt dort am 5. Oktober Gunter Schoß gemeinsam mit Christian Lau Gedichte und Kompositionen Friedrich II. auf und am 8. Oktober Gerlinde Kempendorff Kostbarkeiten des Kabarettchansons. Wer dabei sein will (Telefon: 033203 508210), hilft dabei, 30 bronzene Tast-Tiere für taubblinde Kinder in einem Potsdamer Heim zu finanzieren. 2001 © Tagesspiegel Online Dienste Verlag GmbH |
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