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Das Bernsteinzimmer
"Das achte Weltwunder"

Ein königliches Geschenk im Tausch
gegen "Lange Kerls".

Unser Bernsteinzimmer zu sehen, hier klicken

Unter den Werken der Weltkunst gehört das Bernsteinzimmer ganz sicher zu den originellsten und seit seinem Verschwinden 1945 zu den geheimnis-umwobendsten.

Die Geschichte beginnt 1701: König Friedrich I. gab das Zimmer für sein Schloß Charlottenburg in Auftrag bei Bernsteindrehern aus Kopenhagen und Danzig, ließ es aber später im Stadtschloss von Berlin einbauen. Man glaubt, dass die Pläne von dem Berliner Hofarchitekten Andreas Schlüter sein könnte


Friedrichs Nachfolger, Friedrich Wilhelm I. (der Soldatenkönig) war kein Schöngeist und interessierte sich nicht für das unvollendete Kunstwerk. Er schenkte das Zimmer dem Zaren Peter I. (der Große) auf dessen Wunsch hin, um ein Bündnis mit Rußland gegen Schweden zu schließen. Der König erhielt im Gegenzug 55 Grenadiere von stattlicher Größe für die "Langen Kerls" des Preussen.

Im April 1717 wurde das "Bernstein-Getäffel" aus dem Schloß ausgebaut, zunächst nach Memel, dann nach St. Petersburg transportiert. Es wurde erst im alten Winterhaus, später dann im neuen Winterpalais eingebaut.

Erst die Tochter Peter I., Zarin Elisabeth, würdigte das Geschenk aus Berlin und ließ es von ihrem Lieblingsbaumeister Francesco Rastrelli als Wandvertäfelung im Winterpalais einbauen. Hier schickte niemand anderes als Friedrich II. (der Große) aus Berlin weitere Ergänzungen aus Baltischem Bernstein.

1755 endlich gelangte das Kunstwerk auf Befehl der Zarin in das von ihr neu erbaute Sommerschloß Zarskoje Selo. (Nach der russischen Revolution in Puschkin umbenannt.)

In dem 100 qm großen Saal mußte das Gesamtkonstwerk ergänzt werden. Es war zu klein. Mit 24 Wandspiegeln aus Venedig, Edelsteineinlage, vergoldeten Leuchtern und florentiner Mosaiken wurde es komplettiert.

Die fehlende Höhe wurde ergänzt durch Bernsteinsockel unter den Spiegelwänden und durch Stuckarbeiten unter der Decke, die wie Bernstein bemalt sind.
Es war der besondere Schmuck im Sommerpalast, der später den Namen der Katharina I., der Ehefrau des Peter I. "Katharinenpalast" erhielt

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Der Katharinenpalast : Im Krieg bis auf die Grundmauern zerstört, erstahlt die Sommerresidenz der Zaren wieder in Blau und Gold
(www.provinz-ostpreussen.de-© 1998 / 2001 by dietmar h. zimmermann )

Zu Zeiten Katharina II. (die Große) war dieses Zimmer ihr Lieblingsraum im gesamten Palast und zugleich auch ihre Lieblingsresidenz. Sie hat im Palast viele Erneuerungen durchführen lassen.

Dieses Foto(1938) zeigt einen Teil des Bernsteinzimmers im Jekaterinenpalais in Zarskoje Selo, der Sommerresidenz der russischen Zaren. Offensichtlich das einzige überlieferte Farbfoto.
(www.provinz-ostpreussen.de-© 1998 / 2001 by dietmar h. zimmermann )

Fast zwei Jahrhunderte wurde das Bernsteinzimmer als "Achtes Weltwunder" von ganz Europa bestaunt.

1941 wurde während der Besetzung in Rußland von den deutschen Kustoffizieren der deutschen Wehrmacht entsprechend der Genfer Konventionen das Bernsteinzimmer ausgebaut und nach Königsberg gebracht. Es wurde nur teilweise im Schloß ausgestellt. Der Rest blieb aus Platzgründen in Kisten. Zwei Jahre war das Zimmer im Königsberger Schloss zu sehen. Jedoch nach der Invasion in der Normandie wies Ernst Gall, der Direktor der staatlichen Verwaltung Schlösser und Gärten Berlin, seinen Königsberger Statthalter, Direktor Alfred Rohe an, das Bernsteinzimmer nach Schloss Wilhelmshöhe bei Kassel auszulagern. Die Kisten waren schon verladen als der Befehl kam, das Zimmer in Königsberg zu belassen. Es sollte der Schein gewahrt bleiben, damit die Moral der Truppen erhalten werden sollte.
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Sol ließ 1944 Direktor Rohde den kleinen Teil des Bernsteinzimmers, hauptsächlich in Rußland hergestelltes Dekor, in einen Tiefkeller im Südteil das Schlosses bringen. Die Original-Paneele kamen vermutlich in den Hochbunker am Botanischen Garten in Berlin.

Diese Entscheidung erwies sich als sehr gut, denn in der Nacht vom 26. Zum 27. August 1944 wurde das Schloss Königsberg zerbombt.

So beginnt die Legende des Zimmers mit unterschiedlichsten Zeugenaussagen von verkohltem Bernstein über noch vorhandene versteckte Kisten usw. Die Fantasien der Menschen sind grenzenlos.
Es könnten sich einige privat ihre Sammlungen vergrößert haben oder vielleicht liegt alles in einem Zwischenlager bei Königsberg, im U-Boot irgendwo. Es sollte nach Pommern, dann nach Süddeutschland gebracht werden. Die Legende lebt.

Seit 1979 versuchen russische Spezialisten dieses Zimmer nach alten Zeichnungen und Vorlagen wieder zu rekonstruieren.
Aber erst durch das Sponsoring der Deutschen Ruhrgas wird das Bernsteinzimmer bis zum Jahre 2003 wiederhergestellt sein. (http://www.ruhrgas.com)
Pünktlich zur 300 Jahresfeier von St. Petersburg.



Unter größten Mühen wird das Original wieder hergestellt.

E. Wiedemann / DER SPIEGEL
Zarskoje Selo: Restaurator in der Bernsteinwerkstatt

Unter größten Mühen ist auch das Miniaturwunder im Maßstab 1:12 entstanden. Der Bernstein erstrahlt wie Honig, wenn das Licht darauf fällt. Die Miniatur entspricht dem Original detailgetreu.
Das Ölgemälde an der Deck stellt den Olymp dar. Die Buchstabensymbole FR, für Fridericus Rex, der preußische Adler, selbst der Intarsienfußboden entsprechen dem heutigen Original.


Diese "Achte Weltwunder" dürfen wir jetzt schon in unserem Museum "ARIKALEX" ausstellen.

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